20.04.2023
Am zweiten Tag hatten wir lediglich um die 12° und der
Himmel war bewölkt. Deshalb haben wir beschlossen, mit dem Bus auf das Festland
nach Mestre zu fahren und das M9 Museum zu besuchen. Mestre selber ist eine Art
"Vorstadt" mit billigem Wohnraum und Industriegebiet. Sie wird sogar
als – die „hässlichste Stadt Italiens“ bezeichnet. Das M9 hatte ein
Investitionsvolumen von 110 Millionen Euro und soll ein kulturelles
Museumszentrum für die Innenstadt bilden. Die interaktive Ausstellung zu
"Italien des 20. Jahrhunderts" war sehr gut gemacht, doch primär hat
uns die Architektur des Museums beeindruckt. Die gesprenkelte Keramikfassade
war komplett mit waagrecht und diagonal gesetzten, in Rottönen gehaltene
Fließen bedeckt und ergaben tolle Fotomotive. Die Stadt selber war wie oben
schon angedeutet das krasse Gegenteil zu Venedig. Man hatte teilweise das
Gefühl, sich in einer Plattenbausiedlung des alten Sowjetreichs zu befinden.
Abends sind wir dann wieder durch Venedig gelaufen. Diesmal
haben wir die Hauptstraßen gemieden und sind die kleinen Wege entlang
geschlendert. Für mich hat sich dabei eine völlig neue Sicht auf Venedig
ergeben, den oft war über den sehr neuen Verkaufsläden die Originalsubstanz
der Gebäude unangetastet geblieben. So ließen sich mit dem Blick nach oben
Architektonisch unglaublich interessante Gebäude erschließen.












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