06.12
nach dem frühstück ging es mit meinem herbergsvater in das „ valle
de los ingenios“. mit dabei war ein paar um die 30. sie italienerin, er kolumbianer,
wohnhaft in bristol. es tat gut mal wieder auf englisch zu reden. außerdem
haben sie mir alles aus dem spanischen übersetzt.
Wir fuhren mit seinem 20 jahre alten lada. in deutschland findet
man noch nicht mal auf dem schrottplatz so eine kaputte kiste aber die autos
hier haben so gut wie keinen rost. es regnet kaum, die temperaturen sind immer
über 20 grad und schneller als 50 fährt man eh selten. laut "louis"
kostet sein taxi jetzt...nachdem er ihn professionell repariert hat um die
20.000€. keine ahnung ob ich ihm das glauben kann.
nach einer kleinen stadtrundfahrt (alte lokomotive, töpferei + orginal
ford t model von 1913) ging es zur ersten zuckerrohrfarm aus der kolonialzeit.
bis auf einen kleinen turm und das schlecht renovierte haupthaus gab es leider
nicht viel mehr, als die grundmauern zu sehen. jedoch hat unser guide (in einem
grauenhaften aber stets bemühten englisch) sehr gut erklärt, wie es damals zu
kolonial zeiten zuging.
weiter ging es zum „torre de iznaga“. der 44 meter hohe sklavensturm
war beeindruckend. Er diente der beaufsichtigung der sklaven und man hatte
damals so wie heute eine tolle übersicht und die sklaven keine möglichkeit unbeobachtet
zu fliehen.
danach ging es wieder an den strand. diesmal eine andere stelle
als gestern und obwohl weiter weg war die fahrt viel billiger???
ich war über eine stunde schnorcheln. die unterwasserwelt war
wirklich beeindruckend aber gegen 17 uhr waren die sandfliegen so stechwütig,
dass wir nur noch nach hause wollten.
abends habe ich mich dann von der haushälterin bekochen lassen. es
gab languste und hätte für drei personen gelangt. leider musste ich im schein
der taschenlampe essen, weil unser viertel stromausfall hatte.








Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen